Hunderte Kilometer Reise für ein einziges Treffen – in unserer Arbeitswelt bis vor wenigen Monaten keine Seltenheit. Heute lässt sich auch über Zoom, Skype oder Teams fast alles regeln, was für erfolgreiches Arbeiten wichtig ist, und das nicht erst seit Corona.

„Die hohe Bereitschaft und Akzeptanz zum mobilen Arbeiten hat ganz automatisch dazu geführt, dass die Notwendigkeit von Dienstreisen auf allen Ebenen hinterfragt wurde – sei es mit Kollegen, Kunden oder Dienstleistern. Die Pandemie hat hier als Katalysator fungiert und der virtuellen Zusammenarbeit einen weiteren Schub gegeben“, erklärt Dr. Monika V. Kronbügel, CEO von Global DiVision. In den meisten Fällen hat es keine inhaltlichen Einbußen gegeben, sogar Länderbesuche haben virtuell stattgefunden.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Man spart Geld und vor allen Dingen Zeit, die sich effizienter nutzen lässt, als mit dem Warten an Flughäfen oder Bahnhöfen. Zudem sind Mitarbeiter*innen kurzfristiger für Termine verfügbar und ganz nebenbei schützt man auch noch das Klima.

Doch nicht für jedes Treffen ist der virtuelle Raum geeignet. Wichtig ist, die Lage von Fall zu Fall einzuschätzen und gegebenenfalls einen Mix aus analogen und virtuellen Meetings umzusetzen. Denn nicht zuletzt ist bereits die Anreise selbst eine Form von Wertschätzung den Gesprächspartner*innen gegenüber. Seit Corona scheint jedoch ein Paradigmenwechsel stattgefunden zu haben, der dem Schutz des Klimas eine ähnliche hohe Bedeutung beimisst, wie die persönliche Wertschätzung durch den Reiseweg.

Gemäß einer aktuellen Studie durch das Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation tendieren knapp 90 Prozent von 500 Befragten deutscher Unternehmen dazu, Dienstreisen zukünftig zumindest kritischer zu hinterfragen.