Die Vorteile von selbstorganisiertem Arbeiten liegen auf der Hand. Wer als Mitarbeiter selbstwirksam arbeitet, versteht nicht nur die eigenen Aufgaben, sondern erlangt auch das Verständnis für Gesamtzusammenhänge im Unternehmen. Der Wissenshorizont und die Expertise erweitern sich, und der Mitarbeiter fühlt sich fachlich und menschlich gestärkt. Dieser Umstand kann enorme Energien freisetzen.

Doch wie gelingt die Transformation zum selbstorganisierten Arbeiten, ohne Vorgesetzte und Mitarbeiter zu überfordern? Global DiVision empfiehlt hier den Wandel über gezielte Änderungen auf drei Leveln vorzunehmen. Voraussetzung für die Selbstorganisation der Teammitglieder ist ein begleitendes Coaching, das dabei hilft, sowohl die methodischen als auch die gruppendynamischen Tücken zu meistern.

Level 1: Die sich dezentralisierende Organisation

Unternehmen können im Rahmen von Pilotprojekten oder in Teilbereichen schrittweise die Selbstorganisation einleiten, indem sie nicht mehr alles zentral steuern und Hierarchien verflachen. Vorgesetzte geben immer weniger direktive Anweisungen, immer mehr Entscheidungen verbleiben im Team, das Aufgaben und Ergebnisse eigenständig visualisiert und sie für alle sichtbar macht. Dadurch minimiert sich das Berichtswesen. Zudem erstellen die Mitarbeiter selbst die Konzepte, mit denen sie Verfahren optimieren.

Erprobungsphasen mit einer fehlertoleranten Lernkultur sind hier überaus wichtig, damit Führungskräfte genauso wie die Team-Mitglieder in die neue Situation hineinwachsen können. Etappensiege sollten Sie feiern!

Level 2: Die unterstützte Selbstorganisation

Auf Level zwei verbleiben operative Entscheidungen und die Verantwortung dafür komplett im Team. Dies erfordert von jedem Mitarbeiter Selbstführung, eine offene Lernhaltung und die Bereitschaft zu konstruktiver Auseinandersetzung. Alle an einer Aufgabe Beteiligten organisieren sich gemeinsam – im Rahmen der gemeinsam bestimmten Regeln und Ziele, an die man sich konsequent hält. Kontrolle findet nicht über den Vorgesetzten, sondern durch die Teammitglieder und auch über die Kunden statt.

Die Führung achtet vor allem darauf, dass nichts Operatives zu ihr zurückdelegiert wird. Ihre Aufgabe ist es, vor allem die Selbstverwaltung im Team zu stärken und Hindernisse aus dem Weg zu optimalen Arbeitsergebnissen zu räumen. Nur in Ausnahmefällen und in strategischen Kontexten greift sie direktiv ein. Das Tagesgeschäft erledigen die Teams nun selbstbestimmt und autonom.

Selbstorganisation mit Global DiVision