„Führungskompetenz, was ist das eigentlich genau?“ fragte das Vorstandsmitglied eines Folienherstellers Dr. Monika V. Kronbügel während einer ihrer Vorträge. „Bzw. was macht in Ihren Augen eine Führungskraft erfolgreich?“

Führung muss vor allem immer authentisch sein. Wenn man von einer natürlichen Autorität spricht, dann bedeutet das nicht, dass nur wenige die natürliche Begabung haben zu führen. Vielmehr bedeutet es, dass der gut führt, der sich nicht verstellt. Der nicht versucht Autorität vorzuspielen. „Eine Führungsposition will gelebt werden. Um als authentische Persönlichkeit auftreten zu können, muss eine Führungskraft sein wahres, inneres Ich, mitsamt seinen menschlichen Schwächen, kennen und akzeptieren lernen“, antwortet ihm die CEO von Global DiVision.

Es ist vor allem ein Abwägen von Gegensätzen – die richtige Mischung aus:

Respekt und Vertrauen
Respekt wird oft verwechselt mit der hierarchisch bedingten Unterordnung. Ist der Chef einfach nur der Stärkere, dann fehlt es in der Beziehung an Ehrlichkeit und Offenheit. Auch ein Chef muss sich Respekt und Achtung erarbeiten – das Schild an der Bürotür reicht da nicht.
Andererseits werden Mitarbeiter durch in sie gesetztes Vertrauen zu Leistungen befähigt, die sie auf reiner Befehlsbasis kaum erbringen würden. Seien Sie ehrlich, respektvoll und authentisch und Sie werden das Beste in Ihren Mitarbeitern zu Tage befördern. Führungsanspruch muss auf Vertrauen, nicht auf Druck basieren.

Durchsetzungsvermögen und Sensibilität
Natürlich muss der Chef auch mal ein Machtwort sprechen – sagen wo es lang geht. Aber das sollte eher die Ausnahme sein. Eine gut geführte Gruppe kennt ihre Aufgaben und Grenzen, kennt das Ziel und weiß, welche Fehler es zu vermeiden gilt. Wer ständig seine Leute neu ausrichten muss, immer wieder fehlerhaftes Verhalten korrigiert und ständig kontrolliert, der hat seine Truppe nicht richtig eingestellt! Eindeutig definierte Rechte und Pflichten helfen allen Beteiligten in ihrer jeweiligen Position, ihr Handeln korrekt auszurichten.

Wie Vertrauen zum Spiegel natürlicher Souveränität wird