Wer wünscht es sich nicht: Flexible Arbeitszeitmodelle, die eine ausgewogene Work-Life-Balance ermöglichen. Was für die meisten Mitarbeiter*innen nach einer echten Wunschvorstellung klingt, scheint für die Kolleg*innen in Unternehmensberatungen wenig attraktiv. Doch warum ist das so?

„Zunächst müssen wir uns bewusst machen, dass es sich hierbei um ein Führungsthema handelt“, erklärt Dr. Monika V. Kronbügel (PhD.), CEO von Global DiVision. „In Interviews mit 50 Berater*innen aus fünf renommierten Unternehmen der Branche wurde uns immer wieder berichtet, dass die Mitarbeiter*innen sich nicht in Arbeitszeitmodelle pressen lassen möchten, sondern lieber selbst darüber bestimmen, wie sie ihre Work-Life-Balance gestalten. Hintergrund dieser Haltung war häufig die Angst, jemand könne unterstellen, man engagiere sich nicht genug für die Arbeit.“

Egal, ob weibliche oder männliche Consultants, Überstunden oder gar Überarbeitung wird hier wie selbstverständlich als Teil des Berufes wahrgenommen. Viele Befragte waren zudem stolz darauf, Konflikte zwischen Job und Privatleben ohne die Hilfe ihres Arbeitgebers zu lösen.

Doch was genau kann ein Unternehmen gegen die Glorifizierung von der Arbeit unter Druck tun? „Der Schlüssel zur Veränderung liegt in einer anderen Definition und Messbarkeit von Erfolg“, so Dr. Monika V. Kronbügel (PhD.). „Ein Blick auf die Arbeitsqualität, die Kundenzufriedenheit und die Stimmung im Team ist zielführender als die Kennzahl der tatsächlich geleisteten Stunden.“
Auch die Vermeidung und Veränderung bestimmter Kommunikationsmuster innerhalb des Unternehmens kann dazu beitragen, dass Überstunden nicht mehr als „High-Performance“ umdefiniert werden können.

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