„Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer“, wusste schon der antike römische Dichter Ovid. Dennoch ist die Pause in unserer Arbeitswelt – insbesondere in Deutschland – ein Thema, das immer wieder zur Diskussion steht. Tatsächlich sind Pausen dringend notwendig, um die Arbeitskraft zu erhalten. Wer keine Pausen macht, macht tendenziell mehr Fehler, verliert die Konzentration und verringert dadurch seine Fähigkeit zur Regeneration.

Berücksichtigt man also die Erkenntnisse aus der Wissenschaft, könnten Arbeitgeber*innen ihre Mitarbeiter*innen für den Power-Nap sogar loben. Denn: Wer im Job ruht, stellt seine Arbeitsfähigkeit wieder her, um danach konzentriert weiterarbeiten zu können. In einigen Berufen, wie beim Fernfahren ist man sich einig, dass Pausenzeiten eingehalten werden müssen. Warum tun wir uns in anderen Berufsgruppen schwerer damit, anzuerkennen, dass mehr Pausenzeiten zu besserem und effizienterem Arbeiten führen würde?

Psycholog*innen wollen herausgefunden haben, wie Menschen arbeiten, die Höchstleistungen erbringen. „Bei diesen Personen kommt es nicht nur darauf an, wie viel sie arbeiten, sondern auch, wie sie sich die Arbeit einteilen“, erläutert Dr. Monika V. Kronbügel, CEO von Global DiVision. Jene Mitarbeiter*innen fangen morgens an, wenn das Gehirn noch ausgeruht ist und pausieren alle 90 Minuten für ca. 15 Minuten. Bei längeren Pausen nimmt der Erholungseffekt übrigens ab.

Positiver Nebeneffekt: Im Entspannungszustand werden im Gehirn Alphawellen aktiv, die dafür sorgen, dass es unverhofft auf kreative Einfälle kommt, die im angespannten Zustand unterdrückt werden.