Der selbstverständliche Umgang mit Menschen mit geistig oder körperlicher Behinderung fällt den meisten Nichtbehinderten oftmals schwer. Ob im beruflichen oder privaten Umfeld. Dabei ist der Grundsatz eigentlich recht einfach und universell. Behandeln Sie jeden Menschen gleich! Wenn Sie erkennen, dass jemand offensichtlich Hilfe braucht, dann sprechen Sie ihn an. Ob derjenige nun Hilfe braucht, weil er mit seinem Rollstuhl eine Barriere nicht überwinden kann – oder ob sich jemand offensichtlich verlaufen hat, das spielt dabei überhaupt keine Rolle.

Wer Menschen mit Behinderung allein wegen ihres Handicaps als „hilfsbedürftig“ erkennt und Sie mit übertriebener Rücksicht, Fürsorge und Aufmerksamkeit bedenkt, der diskriminiert sie genauso wie der, der Ihnen bestimmte Fähigkeiten und Begabungen von vornherein abspricht, weil sie z. B. in einem Rollstuhl sitzen.

Sehen Sie also den Menschen. Den Mann, die Frau, den Kunden, die Mitarbeiterin und nicht den Menschen mit Behinderung. Bieten Sie Hilfe an, wenn sie offensichtlich benötigt wird, aber helfen Sie nie ungefragt. Deutlicher kann man jemanden nicht sagen, dass man ihm nichts zutraut!