Sprache war schon immer auch ein Mittel sich abzusetzen. Fremdwörter, Anglizismen, wissenschaftliches Kauderwelsch, juristische Formulierungen – es gibt eine endlose Liste, wenn es darum geht mit der Art, wie wir sprechen nicht nur zu kommunizieren, sondern auch den Status zu klären.

Nun haben sich in einer Zeit, die in allen Facetten jung, hipp und cool sein will, Worte und Formulierungen festgesetzt, die man eigentlich nur benutzen kann, wenn man sich selber nicht richtig zuhört.

„Schreib mir dazu bitte nochmal eine Mail“ – oder als Eskalationsstufe: „Lass uns dazu noch einmal syncen“. Eigentlich heißt das nichts anderes, als das ihr Gesprächspartner Ihnen nicht ansatzweise zugehört hat und Sie bittet, das ganze nochmal schriftlich einzureichen.
Das macht Ihnen nichts aus? Na dann sind Sie also „fine damit“? Wer jetzt, zurecht, ein ungutes Gefühl in seinem Sprachzentrum vernimmt, der wechselt doch bitte komplett ins Englische und ist stattdessen „on the same page“ mit allen anderen – schon viel besser!
Wie gut sich englisches und deutsches Sprachgut ergänzen können, zeigen wir jetzt sofort – also „asap“. Diese lustige Kurzform von „as soon als possible“, die ihren Witz bereits in den 90er verloren hat, hat nicht nur unseren urdeutschen Drang nach zeitsparenden Abkürzungen befriedigt. Nein es ist ein Superlativ, der sich auch noch steigern lässt. Was dringender ist als „asap“ ist „asaper“ und wem das noch nicht reicht, der fordert die Ergebnisse „asapst“.

Also bitte – hören Sie sich gelegentlich mal selber zu und korrigieren asap ihr Wording. Das wäre eine Win-win-Situation mit der alle fine wären. Gerne können wir uns dazu syncen, schreiben Sie uns – go for it. Das wäre awesome …